Warum wir meist Flathub (Flatpak) statt Snap empfehlen

App aus dem Snap-Store installieren

App aus dem Snap-Store installieren

App vom Flathub installieren

App vom Flathub installieren

Der Snap-Store (von Canonical/Ubuntu) bringt im Alltag ein paar Nachteile mit sich, vor allem wenn viele Programme installiert sind oder Zorin/Fedora statt Ubuntu genutzt wird:

Spürbar längere Startzeiten

Viele Desktop-Programme starten als Snap messbar langsamer als als Flatpak oder klassische Paketversion, insbesondere beim ersten Start nach dem Boot (z. B. Browser oder Spotify-ähnliche Apps). Flatpaks wirken in der Praxis auf den meisten Systemen deutlich flotter.

Mehr belegter Speicherplatz

Snaps bringen ihre benötigten Bibliotheken in der Regel paketweise mit, wodurch Abhängigkeiten auf der Festplatte mehrfach vorhanden sind. Flatpaks nutzen gemeinsame Runtimes, die von vielen Apps geteilt werden. Das ist bei mehreren installierten Programmen meist deutlich platzsparender.

Starke Zentralisierung durch Canonical

Das Snap-Ökosystem ist faktisch eng an den zentralen Store von Canonical gekoppelt, dessen Server-Backend nicht vollständig offen ist. Technisch sind eigene Repositories zwar möglich, in der Praxis läuft aber fast alles über diesen einen zentralen Dienst. Flatpak/Flathub sind hier deutlich offener und lassen sich leichter dezentral betreiben.

Sandboxing hängt stark von Ubuntu-Technik ab

Die Sicherheitsabschottung (Confinement) von Snaps nutzt vor allem AppArmor und ist am besten in Ubuntu integriert. Auf vielen anderen Distributionen wie Zorin/Fedora läuft snapd nur in einem eingeschränkten Modus, wodurch die Isolation nicht überall gleich stark ist. Flatpak verhält sich beim Sandboxing auf den meisten gängigen Distros konsistenter.

Schwächerer Ruf in der Linux-Community

In vielen Communities und Distributionen (z. B. Fedora, Arch, Debian-Umfeld) sind Snaps eher unbeliebt. Gründe sind unter anderem frühere Performance-Probleme und Canonicals Entscheidungen wie «Firefox standardmässig nur als Snap» in Ubuntu-Versionen. Flatpak wird dort deutlich häufiger empfohlen und ist mit weniger Bauchgefühl-Diskussionen verbunden.

Kurz gesagt für unsere refurbished Geräte:

Flatpak + Flathub fühlt sich im Alltag meist schneller an, ist bei mehreren Programmen oft sparsamer beim Speicherplatz, transparenter aufgebaut und auf Zorin 18 Education + Fedora erfahrungsgemäss problemloser. Deshalb setzen wir standardmässig darauf, wenn eine gute Flatpak-Variante vorhanden ist.

Falls eine Anwendung nur als Snap verfügbar ist und wirklich benötigt wird, installieren wir sie natürlich trotzdem. Snap ist bei uns einfach nicht der Regelfall, sondern die gut begründete Ausnahme.

Wenn die App über eine Auswahl von Installationsmöglichkeiten verfügt, wählen wir zuerst Zorin OS, danach Flathub und nur, wenn es nicht anders möglich ist, Snap.

Manche Apps bieten eine Auswahl von Installationen

Manche Apps bieten eine Auswahl von Installationen